Typhoon Stylocam 350K Pix

Eine Baumarkt - Kamera von Anubis für Kreative

Typhoon StylocamEinige Erfahrungen, Hinweise und Tipps zu einer möglichen Nutzung

Von PenCams hatte ich bis Ende 2001 nur gehört, bei einem preiswerten Angebot schlug ich im Januar 2002 zu. Nach 2 Abenden Testphase für Hard- und Software war ich eigentlich nicht so sehr begeistert und legte das Gerät, wie übrigens viele meiner Bekannten, zur Seite. Die Kritik und die Anfragen zur Kamera waren mir jedoch Anlass, mich noch einmal genauer mit dieser  Kamera zu beschäftigen :

Die dazugehörende Beschreibung / Bedienungsanleitung ( "Benutzerhandbuch" ) war die reinste Katastrophe: 7 magere und unvollständige Seiten. Viel besser schon die dazugehörende Software, die allerdings weder den Download noch die Bearbeitung von Fotos aus der Kamera im ersten Angriff erlaubte. Das mitgelieferte USB - Kabel reichte nur mit Mühe und Not vom USB - Anschluß des Rechners bis zum Standort der Webcam auf meinem Bildschirm.

Pencam: Motiv Arbeitsplatz

In den letzten Tagen jedoch gelang es mir zunehmend besser, auch mit dieser Kamera ganz ansehnliche Fotos zu erstellen - etwas mehr Licht und vor allem eine ruhige Hand sind die eigentlichen Geheimnisse. Eine Auswahl davon stelle ich Ihnen hier vor:

 

Der im Moment noch einmalige Speicherplatz der Kamera von 64 MByte erlaubt das Speichern von 50 bis 360 Fotos, je nach vorgegebener Auflösung. Prinzipiell wird im Format 640x480 Pixel durch die Kamera selbst aufgenommen. Das wird durch den verwendeten CMOS - Bildsensor 1/7" Color VGA erreicht, den sich heute, in 2006, immer noch viele sogar mit ihren teuren IP-Cams kaufen... Das obere, große Bild wurde etwas verkleinert, um hier dargestellt werden zu können. Die unteren wurden auf 300x225 Pixel verkleinert und zusätzlich mit IrfanView ( ein optimales und kostenloses Bildbearbeitungstool ) automatisch geschärft. Mir erscheinen alle Fotos durchaus internettauglich. Nahaufnahmen unter 1 m gelingen meist nicht, da eine Schärfen- oder Tiefenschärfenregelung in der Mini - Kamera nicht vorhanden ist.

Ich bereite die Kamera zur Aufnahme von einzelnen Fotos wie folgt vor: Die Batterien setze ich erst unmittelbar vor Nutzung der Kamera ein. Direkt neben dem Sucherfenster schalte ich dann die Stromversorgung der Kamera durch einmaliges Drücken der Multifunktionstaste zu. Die Kamera bestätigt mir das Einschalten akustisch mit zwei Pieptönen und zeigt im LCD-Display die bisherige Bildanzahl ( "0" ), den Zustand der Akkus / Batterien und den besten Auflösungsmodus "VHI" (Superhoch) an. Ansonsten wähle ich mit der Multifunktionstaste im Menü durch wiederholtes Drücken den im Display angezeigten Modus "VHI"  und bestätige diese Auswahl  durch einmaliges Drücken der Auslösertaste an der Seite der Webcam .

Zusätzlich berücksichtige ich die Aufnahmebedingungen. Die Kamera erlaubt Aufnahmen im Freien (Standardeinstellung - kleiner Punkt im Display)  und in Innenräumen. Sind diese beleuchtet, stelle ich an der Kamera mit der Multifunktionstaste die Frequenz im Stromversorgungsnetz ein ( 50 Hz für Deutschland ) ein. Ich drücke wiederholt auf die Taste direkt neben dem Sucherfenster, bis "50 Hz" im Display erscheint und bestätige dann diese Auswahl wieder mit der Auslösertaste an der Seite der Kamera.

 

Damit ist die Kamera zur Aufnahme vorbereitet. Jetzt liegt es tatsächlich nur noch an mir selbst, mit einer effektiven Motivauswahl, günstiger Beleuchtung und ruhiger Hand brauchbare Fotos mit dieser Kamera zu schießen.

Der Vollständigkeit halber erwähne ich, dass die StyloCam 350 K Pix über einen Selbstauslöser für Fotoaufnahmen mit 10 sec. Verzögerung verfügt ( in der Menüauswahl mit kleinem zusätzlichen Uhrensymbol gekennzeichnet )  und auch das Löschen des zuletzt aufgenommenen und möglicherweise nicht gelungenen Bildes ( im Menü: "E0I" ) oder aber aller Bilder ( "EAL" ) erlaubt. Die Fotos in der Kamera bleiben nur erhalten, solange die Batterien/Akkus eingebaut bleiben.

Beachten Sie, dass konstruktionsbedingt ein CMOS - Sensor etwas träge arbeitet. Schnelle und verwackelte Aufnahmen erhalten Sie nur in der Qualität eines Lumos. Möglicherweise bildet sich aber auch mit der StyloCam eine Fangemeinde heraus.

Falls Sie sich an dieses kleine Ding erinnern und es wieder finden sollten, einen Treiber und spezielle Hinweise für WindowsXP gibt es natürlich auch, im Moment noch hier  (Nachtrag aus 11/2005).

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Dieses Kapitel stammt aus 2002, ist aber sicher gerade deshalb interessant.