Das Hausgewässer aller Angler oder Urlauber direkt ab Hütte ist natürlich der
Stongfjord, der sich von etwa 500 m Breite in Stongfjorden an seinem Ausgang
nach etwa 10 km beim Granesundet auf etwa 3 km verbreitert. In seinem westlichen
Teil erreicht er Tiefen von 190 m.
Besonders interessante Stellen sind immer die, wo sich der Stongfjord verbreitert: vor Kviteneset, am Sjøberget (Stavsnes) und vor Korsneset gibt es Tiefen von etwa 40 m , die man wiederholt zum Angeln auf Köhler und Pollack anfahren sollte. Die Erklärung ist wohl einfach: die mit der Flut aus West einschwimmenden Fische müssen an diesen Stellen zusammenrücken.
Der Eidsfjorden, der in etwa 5 km Entfernung von Stongfjorden in den Stongfjord mündet, ist an seinen südlichen Steilwänden die Beststelle für Catfisch und Leng (diese Stellen können von mutigen Bergsteigern auch von der Straße nach Askvoll her beangelt werden). Viele Hänger und Verluste, dafür auch besonders Dorsch gibt es in der Mekevika vor Folvagneset. Tabu -weil mittlerweile mit strengen Strafen belegt- ist dagegen die Fischzuchtanlage am westlichen Ausgang des Eidsfjorden.
Leider sind Urlauber und Angler im Fjord nicht allein, denn mehrere Fischer ziehen immer wieder mit ihren Netzen durch. Möglicherweise nehmen sich Angler - Tourismus und Fischerei gegenseitig die Butter vom Brot. Für Angler bleiben im Stongfjord oft leider nur die Stellen, an denen sich die Fischer ihre Netze zerreißen. Das bringt wiederum viele Hänger und Verlust an Material.
Ich bevorzuge auch im Stongfjord das Pilkangeln, bei etwa 40 ... 50 m Wassertiefe im östlichen Bereich gibt es da überhaupt keine Probleme. Im westlichen Bereich dagegen scheint wegen der zunehmenden Tiefe das Angeln mit Fetzenköder erfolgreicher. Ein Stelle mit Fanggarantie (hier kommen die Netze nicht runter) ist eine längere Rinne von etwa 130 m Tiefe etwa 5,5 km vor Stongfjorden beginnend.
Ruten von etwa 2,70 m Länge und einem Wurfgewicht bis etwa 200 g scheinen optimal, im Eidsfjorden auf Catfisch oder beim Fetzenköderangeln allgemein kann es etwas kürzer, dafür stärker sein.
Mit etwas Glück erkennen Sie raubende Makrelen oder Seelachse im größeren Schwarm, denn dann kommt erst richtige Freude auf. Während eines Urlaubs am Stongfjord fingen wir so viele Seelachse vor Urdaneset, dass wir das Angeln an 3 Abenden hintereinander abbrechen mussten. Heutzutage genügt mir als Mitbringsel eine Kühltasche voll Fisch insgesamt - ich esse ja sowieso keinen.
Einige "Norweger" lassen ihre Boote mit stärkeren Motoren ausstatten, um schneller außerhalb des "Hausfjordes", im Stavfjord am Wrack kurz vor Grimeli, im Ternegrunnen oder eben auch in der Kvitsteinflua oder im Grandesundet am Ausgang des Stongfjordes zu angeln bzw. zu fischen. Mit einem 5 PS - Motor jedenfalls fährt man von der Hütte im Ort am Stongfjord fast 2 Stunden bis zum Wrack ...





