Angeln an der Saale usw. - Interessant sind für Angler die Wochenenden,
besonders über Himmelfahrt oder Pfingsten, an denen man sich mit wenig Aufwand
einen erfolgreichen Angel- und Natur-Trip organisieren kann. Da die Arbeit
frühestens 15.00 beendet ist, nutzen wir in erster Linie die nahe
Umgebung, so im Radius bis etwa 250 Kilometer.
Bis zu unserer Beststelle an der Saale, dem Drachenschwanz an der Hohenwartetalsperre, fährt man knapp 3 Stunden. Vor allem in den zurückliegenden Jahren, jetzt schon etwas schwächer, war mit dem Ruderboot immer eine ganze Menge zu holen. Hauptfischarten sind hier Hecht, Zander und Barsch, Hauptmethoden sind das Angeln mit Köderfisch und das Spinnangeln. Gelegentlich beißt die starke Regenbogenforelle, wobei auch Bachforellen nicht selten sind. Für Experten ist Flugangeln / Fliegenfischen bei Ziegenrück zu empfehlen.
Für Gastangler ist das Ausgleichsbecken Eichicht, an der Saale unterhalb der Hohenwartetalsperre, interessant, wo direkt vom Ufer aus auf alle Forellenarten geangelt werden kann. Das ist kein typischer Forellenzirkus, hier plagt man sich tatsächlich aufgrund der Gewässergröße und geht auch mal leer aus. Gewöhnungsbedürftig ist der stark wechselnde Wasserstand während einer Angelsession. Zur Regulierung des Wassers für das Kraftwerkes wird kurzfristig der Wasserstand verändert, beim Ablassen bleibt echter Thüringer Schlamm und Lehm zurück. Es ist deshalb unbedingt sinnvoll, fast unbedingt notwendig, Gummistiefel zu tragen. Auch die Ausrüstung sollte wasserdicht sein. Möglichkeiten zum Parken und Angelscheine (Fischereischein ebenfalls erforderlich) gibt es beim Fischer direkt an der Staumauer.
Die Saale ist aber überall ein lohnendes Sportgewässer. Im Bereich Jena wurde sie sogar zum Topp - Hechtgewässer. Jahrelang gingen hier die Thüringer nur mit Stippe, seltener schon mit Köderfisch- oder Flugangel auf die Pirsch. Viel lohnender jedoch ist das Spinnangeln mit künstlichem Köder, sogar das Watangeln wurde durch uns bereits wiederholt und erfolgreich praktiziert.
Auch ein Geheimtipp von mir ist die Bode im Harzvorland. Allgemein als typisches Salmonidengewässer bekannt, habe ich mir dort viele Wasserkilometer, die in DAV - Betreuung sind, als Hechtgewässer ausgewählt. Leider kommen auch die Einheimischen, die uns vor vielen Jahren mit unserer Spinnangel noch ungläubig belächelt haben, langsam dahinter, dass in der Bode der Hecht läuft. Insbesondere Hechtspinner und große Gummifische (neudeutsch: Shads) sind bei Hecht und großem Barsch beliebt.
Naturgemäß
können Angler auch feiern. In der Nähe von Lychen in der Uckermark stehen einige
Bungalows am See, in denen man nach erfolgreichem Angeln ausgezeichnet mit
Freunden und Bekannten feiern kann. Das Keyboard und das Akkordeon gehören dann
unbedingt dazu. Auch hier werden allerdings die Hechte knapp, die Preise für
Angelkarten dagegen ins Uferlose getrieben. Was soll es? - Bleiben wir halt in
Potsdam und fahren im Urlaub in das Ausland, nach Norwegen oder Schweden.



