Weitere, fast immer auch gleichlautende Informationen über Potsdam, unser Land und darüber hinaus erhalten Sie von der Märkischen Allgemeinen (Ableger der Frankfurter Allgemeinen Zeitung) und den Potsdamer Neuesten Nachrichten (Ableger des Berliner Tagesspiegels). Da kommt es also schon öfter vor, dass die Mentalität der Brandenburger und deren Informationsbedürfnis nicht ganz getroffen werden ...
Ähnlich ist das bei den regionalen Radiosendern 14482 Babelsberg Hitradio oder Antenne Brandenburg, wobei letzterer durch die aufgezwungene Fusion des Ostdeutschen Rundfunks Brandenburg mit dem Sender Freies Berlin zunehmend an regionaler Identität verliert (ein "demokratischer" Volksentscheid hat die Länderfusion eindeutig abgelehnt). Obwohl es ausreichend Geld und Frequenzen gibt, schließlich müssen wir die Öffentlich-Rechtlichen finanzieren, werden das eher konservative Flächenland Brandenburg und die typisch multikulturelle Großstadt Berlin durchwurstet. Bayern 3, über DVB-T bereits anstelle Babelsberg Hitradio und Antenne Brandenburg zu empfangen ..., erscheint mir da oft näher.
Als Angler und Fischer aber interessieren uns neben den immer aktuellen
Informationen der Märkischen Allgemeinen, der Geschichte und der Architektur
Potsdams die Möglichkeiten zum Angeln. Auch hierbei ist die Stadt wohl einmalig.
Potsdam befindet sich auf einer großen Insel, die von der Havel mit ihren
riesigen Seen ( Tiefer See, Templiner See, Großer Zernsee), der Wublitz
und dem Schlänitzsee, dem Sacrow-Paretzer Kanal und dem Jungfernsee umfasst
wird. Weitere Gewässer sind unter anderem Heiliger See, Aradosee, Großer
Entenfängersee, Petzinsee und Nuthe.
Meine direkten Hausgewässer zum Angeln sind dabei die Havel und ihre Seen in und um Potsdam, die Nuthe, der Heilige See und der Tiefe See in näherer Umgebung.
Die Havelseen in und um Potsdam
sind auch als solche sehr ruhig zu beangeln, nur einige Stellen im Stadtzentrum,
wie z.B. die Neue Fahrt, weisen stärkere Strömung auf. Da das Wasser aufgrund
der aktiven Schifffahrt immer etwas trübe ist, ist das Angeln mit der Spinnangel
weniger lukrativ. Typisch ist eher das Grundangeln vom verankerten Boot oder vom
Ufer aus.
Mitten im Stadtgebiet von Potsdam ist angeln mit der Stippangel, mit der Spinnangel auf Hecht, Zander und Barsch, oder aber mit der Grundangel auf Aal möglich. Weißfische wie Plötze, Güster und Blei gibt es massenhaft, Edelfische wie Hecht, Zander und Aal dagegen werden intensiv bewirtschaftet. Die Havel ist ein Pachtgewässer für Berufsfischer mit langer Tradition. Oft sind aber gerade deshalb die Beststellen zum Angeln und Fischen durch Reusen verstellt und dürfen deshalb nicht zum Angeln genutzt werden.
Wir können jedoch keinesfalls klagen, da uns als im Deutschen Anglerverband
organisierten Anglern die "Große Havel - Karte" mit allen oben aufgeführten
Havelgewässern zur Zeit völlig kostenlos übergeben wird. Dafür beteiligen
wir uns aktiv an der regelmäßigen Gewässerpflege.
Leider wurde der Heilige See, als das aufgrund seines klaren Wassers viele Jahre herrlichste Spinnangelgewässer der Region und deshalb auch der Grund für meinen damaligen Umzug hierher, nach der Wende über mehrere Jahre zum Angeln gesperrt. Als Gerücht kursierte damals, dass daran die an der Südseite des Sees liegende Prominentenmeile für Potsdamer Neubürger Schuld sei.
Seitdem scheint ein Fluch über dem Gewässer zu liegen: es kippt zunehmend um, verschlammt und erfreut nicht einmal mehr beim wilden Baden.


