Angeln in der Nuthe bei Potsdam

auf Forelle, Hecht, Aal, Plötze, Döbel, und ...

Die Nuthe ist ein sehr abwechslungsreiches und fischreiches Gewässer. Von ihrem Quellgebiet im Fläming an hat sie den Charakter eines Salmoniden - Gewässers, später bis zur Mündung in die Havel, direkt im Zentrum von Potsdam, hat sie mehr Kanal - Charakter mit nicht zu schneller Strömung.

Teilweise, auf weiten und den interessantesten Strecken, wird sie als DAV - Gewässer geführt (oberhalb Saarmund ab Autobahnbrücke bis zur Quelle), im unteren Abschnitt dagegen wird sie durch Berufsfischer bewirtschaftet. Nach widersprüchlichen Informationen könnte es sein, dass die Vereinbarung zwischen Fischer und Verband zum Angeln der DAV-Mitglieder ( Ausweis + Fischereischein ) in diesem Bereich ohne zusätzlichen Angelschein erloschen ist. Wen das aber genauer interessiert, der sollte sich ganz aktuell beim Landesanglerverband oder beim Fischer selbst erkundigen. 

In der Nuthe sind mehrere Angelmethoden erfolgreich. Für das Stippen auf  Plötze, Güster und Blei / Brassen gibt es genügend ruhige Abschnitte ( oben: an der Mündung des Königsgrabens in die Nuthe in der Nähe der Autobahnbrücke - eine beliebte Beststelle). Grundangeln auf Aal ist überall möglich, wobei der Bestand wie überall kontinuierlich abnimmt und die gefangenen Aale wohl auch ständig kleiner werden.

Als Hauptangelmethoden kann ich das Flugangeln / Fliegenfischen auf Forelle, Aland und Döbel empfehlen, ich bevorzuge das Spinnangeln auf Hecht und Barsch. Wie überall, auch hier war es früher besser ... Ich konnte in der Vergangenheit wiederholt Fischer beobachten, die mit der Elektropese aber tatsächlich alles mitnahmen, was sie kriegen konnten. Da waren leider auch einige kleinere Hechte dabei.

Wie aus den Fotos ersichtlich, hat die Nuthe Streckenabschnitte, die man fast nur mit der Wathose erreichen kann, aber im allgemeinen kommt man ausgezeichnet an das Wasser ran. Gefährlich ist es nur im Frühjahr, wenn die Uferböschungen durch das Hochwasser voll Lehmboden gespült und noch nicht mit Pflanzen bewachsen sind. Da rutscht man dann auch schon mal rein.

Meine Spinnangel ist 2,40 Meter lang und mit 28-er monofiler Schnur auf der Stationärrolle mit großer Spule bestückt. Da im Stadtgebiet von Potsdam gelegentlich ein Fahrrad oder ein Kinderwagen in der Nuthe liegen, ist dort 35-er Schnur vorzuziehen. Als Köder funktionieren Twister und Shads, aber auch Blinker, Spinner und kleinere Wobbler. Vom Hecht wissen wir, dass er etwas faul ist und deshalb Strömung möglichst vermeiden möchte. Er lauert deshalb regelmäßig in Gumpen oder Kolken, an den Einmündungen von Bächen und Kanälen, unterhalb im Wasser liegender Hindernisse, oft aber direkt unter der Uferbewachsung und sogar unter den Füßen vom Angler.  Deshalb sollte der Köder bis zum Angler geführt werden, was aber mit der relativ kurzen Rute kein Problem ist. Wichtig bei dabei nur, dass die Rollenbremse vor Angelbeginn am Wasser genauestens justiert wird. Hier erschrickt nicht nur der Hecht und flüchtet, auch der Angler selbst ist erst mal erschrocken ...

Ein längerer Unterfangkescher (als zuverlässiger Klappkescher) ist bei der Landung von Vorteil. Dieser hängt bei mir mit einem Karabiner an der Spinnangeltasche, um auch mal eine Hand zum Abstützen frei zu haben. Denn ganz so einfach ist das Angeln an der Nuthe an vielen Angelstellen nicht, besonders beim Spinnangeln.

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