Das Angeln wurde recht spät und auch zufällig zu einem Hobby. Etwa 1969
erhielt ich von Kollegen eine Einladung zu einer Vereinsfeier im Anglerverein
bei Brandenburg - Briest. Wenn ich heute zurückblicke, muss das Anglerlatein in
froher Runde so einen Eindruck hinterlassen haben, dass ich einige Tage später
Mitglied im DAV - dem Deutschen Anglerverband - wurde und mich ab diesem Tag
intensiv mit diesem schönen Hobby beschäftigte.

Schnell wurde klar, dass das Angeln nicht nur aus Würmer baden oder gelangweilt irgendwo allein am Wasser sitzen bedeutet, wie das viele vermuten. Während das Angeln in der Hauptsache aus Stippangeln und allgemein Grundangeln in der Havel bei Brandenburg, den Havelseen und am Silokanal begann, konnte ich inzwischen meine Angelreviere und Angelmethoden wesentlich erweitern.
Meine erste
eigene Angelrute war eine Kopfrute / Steckrute aus Bambus von etwa 4 Meter Länge
und 30-er Leska Soft mit Grundblei und einfachem Haken. Zum Geburtstag schenkten
mir die Kollegen damals eine Wurfrute, mit der ich meinen ersten Hecht im
Totenkopf bei Brandenburg/Havel auf Köderfisch fangen konnte. Dabei hatte ich
eigentlich auf Weißfische gestippt und die Wurfrute lediglich als zweite Angel
mit Anstecker vor ein Seerosenfeld platziert.
Eine damals weit verbreitete Methode war das Angeln mit einfachen Grundruten auf Aal. Dazu genügten zwei Kopfruten mit starker Schnur und selbst gesuchten Rotwürmern und Tauwürmern als Köder. Auch das Eisangeln erlernte ich bereits damals auf der zugefrorenen Havel und dem Beetzsee bei Brandenburg. Durch Soldaten der sowjetischen Garnison verbreitet, wurde bereits das Angeln mit der Mormyschka ausgeübt. Das Watangeln erlernte ich dagegen in den Bodden - und Brackgewässern auf der und rund um die Insel Rügen. Während meine Frau und die Kinder am Strand lagen und sich sonnten, fing ich die herrlichsten Hechte.



Anglerverein AVPP